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Chronik

 

Kurzfassung der Vereinsgeschichte


Etwa mit dem Einzug der Industrie in Ferndorf, das Heraklithwerk war im Entstehen, fanden sich im Jahre 1922 ein Häufchen Sangesfreudiger Männer unter dem damaligen Unterlehrer und späteren Ehrenbürger unserer Gemeinde Dr. Josef Gabler und legten so den Grundstein für den heutigen Männergesangverien.

Die Chronk sagt uns, das die Proben in der Schmiede stattfanden, weil es dort ein sehr gute Akkustik gab.

Der Anfang ist sicherlich nicht leicht gewesen, denn nach ein paar Jahren hat sich der Verein laut eines Eintrags des damaligen Obmannes Ferdinand Grüninger in der Vereinschronik sozusagen verplempert.

Aber der Funke war vorhanden und es bedurfte nur einer gewissen Wiederbelebung , so geschehen durch Chorleiter Mathias Mick , der die Sängerrunde Ferndorf wieder zu neuem Leben erweckte.

Unter dem Motto „Einig durch des Liedes Band, frei der Mann im Kärntnerland“ gab es viele Aktivitäten, die in den jährlich abgehaltenen Liedertafeln ihren Höhepunkt hatten.

Einen Rückschlag bzw. Steillstand im Vereinsleben gab es durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges.

Erst einige Jahre nach Beendigung dieses schrecklichen Ereignisses erholte sich der Verein wieder und widmete sich seiner 1. Aufgabe, das schöne Kärntnerlied zu pflegen.

Im Jahre 1953 wurde die Sängerrunde neu organisiert und es entstand der „MÄNNERGESANGVEREIN FERNDORF“ :

Nach dem plötzlichen Tod von Chorleiter Mathias Mick, übernahm der damalige Junglehrer, unser heutiger Ehrenchorleiter Dir. Karl Krenn den Taktstock des MGV.

Dieses Engaagement dauerte fast 4 Jahrzehnte . Für den Männergesangverein begann damit eine sehr fruchtbringende Ära. Durch das knüpfen freundschaftlicher Bande mit Vereinen aus Deutschland und Slowenien, kam neues Liedgut ins Vereinsarchiv. Der Verein beschäftigte sich nun auch mit sakralem Gesang , einfachen Kunstchören und ausländischen Volksliedern. Das Ergebnis waren jährliche Kirchenkonzerte in Ferndorf und auch anderswo, zahlreiche Messen in Kirchen beider Konfessionen, wobei ein Auftritt beim Carintischen Sommer in Ossiach sicherlich ein Höhepunkt war. Stimmungsvolle Adventkonzerte , sowie viele Teilnahmen bei Gau – Sängerbund und Talschaftssingen fielen auch in diese Zeit. Seit 1958 gibt es im Verein auch eine Kleingruppe. Es begann mit einem Quartett über ein Quintett bis zu dem immer noch aktiven Doppelquartett. Auch das Besingen von Tonträgern, muss in diesem Zusammenhang erwähnt werden.

Nach Beendigung dieser erfolgreichen Phase, war es nicht leicht diesen Weg fortzusetzen.

Von 1992 bis 1997 war Siegi Burgstaller Chorleiter des MGV-Ferndorf. Er hatte zwar keine einschlägige Ausbildung, war aber ein echtes Naturtalent und wirkte in dieser Zeit sehr erfolgreich. Zeitweise setzte und komponierte er auch selbst Lieder, die dann auch im Verein einstudiert und gesungen wurden.

Ein Höhepunkt seines Wirkens war sicherlich das Sängerfest anlässlich des 75-Jahr-Jubiäums bei dem 15 Chöre zu Gast waren und den Ortskern einen Tag lang in eine Klangwolke hüllten. Auch die Wiederbelebung des „ Ferndorfer Kirchtages “ in vereinfachter Form begann in dieser Zeit.In den folgenden Jahren hatte der Verein eher harte Zeiten durchzustehen. Knapp zwei Jahre war Dieter Kalt aus Lurnbichl unser Chorleiter. Darnach übernahm das Doppelquartett unter der Leitung von Helmut Oberrisser die Aufgaben des Vereins und erhielt damit den MGV am Leben.

Im Herbst 2001 übernahm unser derzeitiger Chorleiter Hans Kofler den Chor. Er hatte uns schon vorher bei einigen Projekten, Kirchtag, Messen usw. ausgeholfen.

Hans Kofler ist nach einigen eher schwierigen Jahren für den MGV ein echter Glücksfall. Er versteht es die Probenarbeit interessant und abwechslungsreich zu gestalten, obwohl diese wegen der oftmaligen Verhinderungen durch Wechselschicht, Außendienst usw. oft sehr mühsam ist.

Seine Fachliche Kompetenz und Integrität gibt dem Verein Auftrieb, viel Aktivität und Zuversicht für die Zukunft.

Das Jahr 2005 war für den MGV-Ferndorf kein gutes Jahr. im Jänner verstarb unser ehemaliger Chorleiter Siegi Burgstaller völlig unerwartet im Alter von 57 Jahren. Besonders geschockt hat uns der tragische Unfalltod unseres Sängers Charly Peiritsch, worauf wir auch unseren Chorliederabend absagten. Unser nächster Auftritt war dann erst wieder Anfang Juli in Zlan beim Gästesingen anlässlich des 10-Jahre Jubiläums der Singgemeinschaft Stockenboi.


Der Ferndorfer Landkirchtag wurde 2007 nach 11 maliger Organisation durch den Männergesangverein wieder von einer jungen Zeche, die sich zum größten Teil aus Jungsängern zusammensetzte durchgeführt.


Der jährliche Chorliederabend, der jeweils auch der Höhepunkt des Vereinsjahres ist, war immer gut besucht. Um das Programm zu bereichern war auch immer ein Gastchor eingeladen.


Die Sängerausflüge, die für Sängerfrauen und Sänger immer ein schönes Erlebnis sind werden alle zwei Jahre durchgeführt und führten uns im September 2010 ins südliche Burgenland.