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Die Zeit vor 1936

Aus dieser Zeit sind die aufgefundenen und zutreffenden Aufzeichnungen äußerst spärlich. Zu unbedeutend war dazu unsere
Gegend. Was ans Tageslicht kam wurde vielfach in katholischen Pfarrkirchen entdeckt.

1598
Der Jesuitenorden übernimmt die Herrschaft von Millstatt. Um die Gegenreform endgültig durchführen zu können wird unter anderem auch die St. Pankratius Kirche am Insberg gebaut. Die erste Urkundliche Erwähnung dieser Kirche gibt es im Jahre 1659.

1763
Dorfrichter sind im Amt.
Dem Thomas Grillenberger, Bauer zu St. Jakob, sein 2 Lutherische Bücher abgenommen und dem 1763 Religionskommissar übergeben worden.

Der Religionskommissar war anzuweisen, dass er die als verdächtig abgenommenen Bücher einsehen lasse, da es, so der Gmündner Erzpriester, wiederholt vorgekommen sei, dass den Bauern auch gute katholische Bücher von den häufig des
Lesens unkundigen Gerichtsdienern abgenommen würden, während in häretischen Büchern oft betrügerisch der Name eines Pfarrers eingetragen worden wäre - dadurch gleichsam legalisiert - den Bauern belassen worden seien. Der Visitator regte an, dass bei erkannten ketzerischen Schriften, überhaupt sowohl dem geistlichen Superior, als auch dem weltlichen Kommissar, ausgefolgt werden sollten, welche sie alsogleich zu verbrennen hätten.
Mitte des 18. Jahrhunderts - St. Paul war Missionsstation - Die Tätigkeit der Missionare war wohl nicht von allen geschätzt,
was in dieser Gegend auf starken restprotestantischen Einfluß zurückzuführen ist. So heißt es in einer Schrift
(Benedikt Forster, 1. Juli 1720) über die Christenlehre: "Seynd allzeit in allen Orten die mehrersten ausgeblieben ... ".
Das Ehepar Lindermut an der Lang habe den Missionar sogar "... ein teufels verfluchten und verdammten Pfaffen geheisen ...".



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