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1940 - 1949
Großbrand vernichtet größten Teil des Werkes

Das Werk um 1940

1940
Etwa in diese Zeit fällt die Einstellung der Mautgebühr bei der Pattendorferbrücke.
Ein Tiefbrunnen neben dem ersten Bahnhof liefert etwa ab diesem Zeitpunkt Wasser für das Werk und den Ort. Dazu wird das Wasser in einem Behälter in die Nähe der Schule gepumpt. Ein zweiter Tiefbrunnen (32 m tief) entsteht Anfang der fünfziger Jahre.

1941
Am 17. August vernichtet ein Großbrand den größten Teil des Werkes.
Ferndorf erhält einen Gendarmerieposten (dieser wird 1965 wieder aufgelassen).

1941/1943
In diesen beiden Jahren entstehen im Osten des Dorfes die Wohnhäuser der sogenannten Sportplatzsiedlung.
Der Schneeweißbauerstadel fällt den Flammen zum Opfer.

1942
Ein Postamt öffnet in Ferndorf seine Pforten. Es befindet sich in der "Richter-Kegelbahn".
Gottesdienste in St. Paul werden von der GESTAPO überwacht.
Pfarrer Koperek wird von der GESTAPO wegen einer Grabrede einvernommen.
Ein zweitesmal verliert das Gotteshaus sein Geläute.

1944
Aus kriegsbedingten Gründen gibt es keine Mitternachtsmette.
Fremdarbeiter und Kriegsgefangene füllen im Werk die Arbeitsplätze der Frontsoldaten aus.

1945
Tiefflieger sind häufig über dem Ort. Sie beschießen mit Bordwaffen das Werk, die Bahnanlagen und die Wohnhäuser.
6 Bomben, die dem Werk gelten, fallen am anderen Ufer der Drau in die Auen.
Englische Besatzungssoldaten halten sich in Ferndorf auf.
In der Beinten befindet sich ein Lager für deutsche Kriegsgefangene.
Der Ort erhält ein Kino, welches seine Vorführungen in der KDF-HALLE abwickelt. Ab dem Jahre 1953 geschieht dies im Festsaal des Werkes.
Das Blutzoll der Gemeinde im 2. Weltkrieg beträgt 57 Gefallene

1946

Ein praktischer Arzt nimmt in Ferndorf seine Tätigkeit auf.
Es wird fast jeden Tag eingebrochen, gestohlen und geraubt. Meistens sind die Täter Ausländer.
Der Name "Volksschule in St. Paul ob Ferndorf" wird in die "Volksschule Ferndorf" abgeändert.
Johann Nageler, Schmiedemeister aus Ferndorf, steht zum 2. Mal der Gemeinde vor. Nach dessen plötzlichen Tod führt Thomas Oberrauter jun. aus Rudersdorf kurzfristig die Gemeinde.

1947
Das neue Jahr muss mit der Totenglocke eingeläutet werden, weil die größeren Glocken fehlen.
Der Ferndorfer Kaufmann Josef Bacher lenkt nun das "Gemeindeschiff".

1948
Mit dem Strassenbau von Rothenthurn nach der Ortschaft Insberg wird begonnen.

Plattlergruppe 1948

1949
Die Gemeinde bezieht ihr erstes Amtshaus an der Strasse nach St. Paul. Der Schmiedbach wird zum Schutze der Siedlung ausgebaut. In Rudersdorf wird zu Weihnachten das Bethaus der Evangelischen in Betrieb genommen. Ihr erstes Auto, einen ehemaligen englischen Heeresfunkwagen, erwirbt die Feuerwehr Ferndorf.

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