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1930 - 1939
Ein großer Kran in Ferndorf

Der Kran um 1930

1930
Zur Erleichterung der Arbeit errichtet das Werk den großen Kran der zu einem Wahrzeichen des Ortes wird.
Für die Gefallenen der Gemeinde wird an der Südseite der Pfarrkirche in St. Paul eine Gedenktafel angebracht.
Im Pfarrhof leitet man elektrischen Strom ein, welchen das "Schmiedkraftwerk" liefert. Die anfänglich auftretende Freude macht einer großen Enttäuschung Platz, denn das Licht erweist sich als schwach und somit unbrauchbar.

1931
Ein Kindergarten eröffnet im kinderreichen Ort seine Pforten.
Sportbegeisterte Burschen und Männer gründen den ATUS (Arbeiter Turn- und Sportverein).
In Ferndorf nimmt eine Bäckerei (Madenberger) den Betrieb auf.
Freunde der Blasmusik gründen die Blaskapelle des Heraklithwerkes.
Arbeiter schaffen sich ihr Arbeiterheim in Ferndorf. Es dient in erster Linie den Turnern zur Ausübung ihres Sportes. Die politischen Entwicklungen brachten es mit sich, daß es von den ROTEN in SCHWARZE von diesen in BRAUNE und zuletzt wieder in ROTE Hände wechselte. Im Jahre 1988 wird es abgetragen.

1932
Am 1. Mai hält der erste Zug im neuen Bahnhof "Heraklithwerk - Ferndorf". Drei Zugspaare halten in Ferndorf.
Die Freiwillige Feuerwehr Ferndorf wird gegründet.
Zur Linderung der Schulraumnot wird in St. Paul der Notschulbau eröffnet.
Der Schmied Georg Nageler aus Ferndorf tritt das Amt des Bürgermeisters an.

1933
Die neue Friedhofsanlage in St. Paul wird eingeweiht.
Bei der Volkszählung vom 7. März 1933 werden für Glanz und Gschriet folgende Zahlen ermittelt:

Häuser bewohnt: Glanz 8, Gschriet 25
Häuser nicht bewohnt: Glanz 0, Gschriet 3
Einwohner: Glanz männlich 22, weiblich 24, Gschriet männlich 85, weiblich 116

1934
Fünf Tage lang hängt im Kirchturm in St. Paul eine Hakenkreuzfahne.
Auf die Kirche wird am 27. Mai ein Sprengstoffattentat verübt. Scheiben und Dachziegel bersten.
Obwohl die Abhaltung von Maiaufmärschen schon seit 1933 verboten ist, formiert sich auch in diesem Jahr ein mächtiger Zug. Drei Gendarmariebeamte mit aufgepflanzten Bajonett können diesen Aufmarsch nicht verhindern. Sie geben die Strasse mit den Worten "WIR WEICHEN DER GEWALT" frei.
In der Position des Bürgermeisters sehen wir nun den Landwirt Stefan Santer aus Ferndorf (von März bis Oktober).
Der Bauer Johann Steinwender vlg. Weimann aus Politzen führt die Gemeinde.

Ferndorf um 1930

1935
Die Freiwillige Feuerwehr erhält ihr erstes Gerätehaus.

1937
Der Richterstadl in Ferndorf wird Raub der Flammen.
Die Gemeinde organisiert die stillschweigende Poststelle.

1938
Während der Geistliche im Ausland weilt, wird auf dem Kirchturm eine Hakenkreuzfahne aufgezogen.
Die KDF- (Kraft durch Freude) HALLE wird als Veranstaltungsgebäude im Werk erbaut.
Das Standesamt tritt in Aktion, es kommt zur Einführung der Zivilehe.
Volksabstimmungsergebnisse für den Anschluss an das Deutsche Reich am 10. April 1938:
Ferndorf: 588 JA-Stimmen, 1 NEIN-Stimme
Gschriet: 458 JA-Stimmen, 0 NEIN-Stimmen
Die Neinstimme soll eine Frau abgegeben haben. Nur 4 Personen suchten die Wahlzelle auf.

Ferndorf's erster Bahnhof 1938

1939
Am 1. September bricht der 2. Weltkrieg aus. 

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